|
|
Aus der Homepage
von Uschi:
http://www.meinemama.net
|
"Wenn
unsere Liebe bis zum Himmel reichen würde
und unsere Tränen Stufen wären,
dann stiegen wir hinauf
und holten Dich zurück."
|
Liebe Nicht – Betroffenen !!!!
Unsere Trauer
kennt keine Grenzen, unsere Wut ist unermesslich und doch müssen
wir weiterleben, obwohl uns das Leben nicht mehr lebenswert
erscheint.
Keiner würde freiwillig mit uns tauschen, weil sich jeder
vorstellen kann, wie es in uns Aussieht. Das wahre Ausmaß
unseres Schmerzes ist aber
1000
Mal schlimmer !!!
|
Das ist meine Mama |
|

|
|
Straft uns
nicht noch zusätzlich ! Geht uns nicht aus dem Weg, egal
wie unmöglich wir uns aufführen! Nehmt uns an in unserer
Verzweiflung und gebt uns eine Schulter, an die wir uns
anlehnen und ausweinen können.
Hört zu, was wir zu sagen
haben und verdreht nicht Eure Augen, wenn wir von
unserer Mama reden.
|
 |
|
Lasst uns Zeit für unsere Trauer und erwartet nicht, das
wir schon nach kurzer Zeit wieder in den Alltag
übergehen! Das können wir nicht! Habt keine Angst vor
unseren Tränen, denn sie sind wichtig für uns, weil sie
unsere Seelen reinigen!!
|
 |
|
|
|
Nicht das
weinen tut uns weh – Eure Gleichgültigkeit ist das was
schmerzt! Wir sind schon froh, wenn uns jemand stumm in
den Arm nimmt und hält – einfach so – ohne viele Worte !
Begreift, das unser Leben nie wieder das selbe ist, den
unsere Herzen sind gebrochen! Und diese Wunde wird NIEMALS heilen! Wir wissen,
das wir in unserer Trauer sehr schwierig und vielleicht auch
gemein und ungerecht sind nicht wir – das ist der Schmerz!
|
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
 |
| |
|
|
|
|
|
|
Meine
Gedanken
Seid unserer Hochzeit nehmen meine
Gedanken an meine Mama kein Ende. All die Jahre habe ich über
materielle Dinge versucht die Verbindung mit ihr zu erhalten. Ich
habe ihr Geschirr, Gläser, Blumen,.. aufbewahrt. Wenn etwas davon zu
Bruch gegangen ist, ist eine Welt zusammen gebrochen. Das war doch
von meiner geliebten Mama, das kann doch nicht kaputt gehen.
Eine
Blume von ihr stand auf unserer Treppe. Mein Mann hat vor kurzem
einen Wäschekorb runter getragen und hat das Gleichgewicht verloren
und wäre fast gestürzt. Dabei ist die Blume herunter gefallen. Mein
erster Gedanke war nicht, hoffentlich hat er sich nicht weh getan,
sondern, jetzt ist die Blume von meiner Mama kaputt. Ganz viele
Dinge, Gesagtes, Erlebtes, Gesehenes bringe ich mit Mama in
Verbindung.
|
|
 |
|
Das Lied von Herbert Grönemeyer ("Der Weg") für seine verstorbene
Frau, habe ich noch nie gehört ohne dabei zu weinen. Meine
Schwiegereltern haben uns vor kurzem für unser neues Auto ein
Autoradio geschenkt. Ich habe mich gefreut, aber mein Gedanke war,
meine Mama kann mir nichts mehr schenken und ich musste weinen.
Vor
einiger Zeit traf ich eine ehemalige Nachbarin die ebenfalls an
Krebs erkrankt war auf dem Marktplatz in unserem Ort. Und während
sie erzählte das sie wieder gesund ist, dachte ich mir: Damals war
die Medizin noch nicht soweit, wäre Mama heute krank geworden, hätte
sie vielleicht nicht sterben müssen.
Und in dem Moment wo ich das
Denke, spricht die Nachbarin es aus. Uns so stand ich weinend mitten
auf dem Marktplatz. Ich möchte sie soviel fragen. Wie war ich als
Kind ? Hätte so gerne Erziehungstips für meine Söhne.
|
|
 |
Wir haben uns eine Doppelhaushälfte gekauft. Ich würde so gerne von
ihr das O.K. haben, hören das wir alles richtig gemacht haben.
Ich möchte zu vielen Dingen ihre Meinung hören.
Mit meiner Schwester kann ich nicht reden, auch das tut zu weh. Wenn
wir es mal versuchen, weinen wir ganz schnell und können dann nicht
weiter reden.
Ab Herbst werde ich eine Therapie machen, in der es hauptsächlich um
Trauerarbeit / Abschied nehmen, gehen wird.
Ich bin total gespannt und kann mir fast nicht vorstellen,
dass dieser Schmerz der manchmal so weh tut das ich fast nicht atmen
kann, irgendwann weniger und erträglicher wird.
|
|
 |
Ich hatte vor vielen Jahren einen Traum. Meine Mama ging über eine
große, grüne Wiese mit vielen bunten Blumen. Sie ließ meine
Schwester und mich zurück und stieg in einen Heißluftballon mit dem
sie davon flog. Sie winkte uns noch ganz lange zu.
Ich weiß nicht wann ich diesen Traum hatte. Ob sie noch gesund war
oder bereits Krebs hatte.
Ich weiß, dass ich diesen Traum noch in Duisburg hatte, also vor der
Zeit im Schwarzwald.
Irgendwie macht mir das Angst. Ich habe in 2 Büchern ( "Wir treffen
uns wieder in meinem Paradies" und "Wenn der letzte Vorhang
fällt") von ähnlichen Träumen gelesen. Ich finde das ganz schön
unheimlich!!..
Und dann habe ich noch Angst ebenfalls an Krebs zu erkranken.
Manchmal steht es für mich schon fest. Warum weiß ich eigentlich
selber nicht. Ich will unbedingt meine Kinder aufwachsen sehen und
mit meinem Mann noch viele glückliche Jahre verbringen.
Mama, ich vermisse Dich sooooooooooooo sehr!! Du fehlst mir jeden
Tag! Es tut so weh. Bist Du nun unser Schutzengel? Passt Du auf uns
alle auf? Ich habe Dich lieb!!..
|
|
 |
|