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Trauerumwandlungsseminar von Dr.
Jorgos Canacakis |
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Unser Motto war: Wir haben in den 3
Tagen viel gemalt. Ganz wichtig war die belastenden und traurig
machenden Ereignisse zu malen. So haben diese verschlossenen Gefühle
Ausdruck bekommen. Wir haben diese Bilder vor uns auf dem Boden
ausgerollt und allen ging es gut. Der Scheiß war raus. Dann haben
wir ein Experiment gestartet. Wir haben die Ausdrücke/Bilder
symbolisch wieder eingerollt und alte Symptome waren wieder da. Ich
habe diese Einsamkeit wieder gespürt, hatte Rückenschmerzen und ganz
wenig Platz zum Atmen. Als wenn jemand auf meinem Brustkorb sitzen
würde. Als wir dann nach einigen Minuten von Jorgos aufgefordert
wurden unsere Ausdrücke/Bilder wieder auszurollen, ließen die
Symptome nach. Da sag ich jetzt mal nichts zu............... Wir haben dann mit Jorgos und Mega - Food dem Trauerwesen "Tränchen" eine Reise in die Unterwelt gemacht und von den Toten Abschied genommen. Der Weg war schwer. Aber den Toten geht es gut dort. Für mich ist noch kein Platz da und ich bin wieder mit nach oben. Mama war mit allen Toten in einem See und es ging ihr gut. Der Abschied dort unten tat weh...... Im Anschluss haben wir
ein weiteres Abschiedritual durchgeführt. Wir haben von den Toten
und den Wunschbildern Abschied genommen. Wir haben mitgebrachte
Erinnerungsstücke in die Mitte des Kreises gelegt. Ich hatte ein
Foto von Mama und mein Poesiealbum mit. Anschließend hat jeder
erzählt wen er mit in den Kreis bringt und welches Wunschbild. War
ganz schön schwer..... Wir gaben unsere Wut , Enttäuschung zum
Ausdruck gebracht. Weinen und Wut war so lebendig. "Wir können uns auf
die Mutter Natur, die Erde, verlassen. Sie wird uns bis zu unserem
letzten Atemzug sicher tragen."
Ich habe dem Feuer zur Umwandlung gegeben:
Auf einen 2.Zettel habe ich geschrieben was ich aus diesem Seminar mitnehme:
Ich lebe jetzt und hier und spüre den Triumph des Augenblicks. Ich sehe, fühle, rieche, schmecke, bin lebendig und präsent. Es gibt eine gelebte Vergangenheit und das JETZT. Für mein inneres Kind muss ich gut sorgen und es lieben. Ich bin Jorgos so dankbar für diese 3 Tage. Ich durfte sein Lebenswerk kennen lernen. Dieser Mann ist mit seinen 70 Jahren mein Vorbild geworden. Wenn ich so alt bin, möchte ich auch noch so fit sein. DANKE.... Auch die Gruppe war große klasse. Jeder hat auf den anderen geachtet. Alle Gefühle waren erlaubt! Auch konnten wir miteinander lachen und tanzen. DANKE..... Jetzt im Moment geht es mir gut, spüre neue Lebensenergie. Jemand der das nicht erlebt hat, kann das Geschehene sehr wahrscheinlich nicht nachvollziehen. Es war bewegend und beeindruckend.
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durfte und konnte weinen und war nicht
alleine. Konnte noch mal eine "Beerdigung" erleben. Alles was damals nicht möglich
war, war jetzt da. Ich konnte traurig sein. Links und Rechts neben
mir saßen Menschen die meine Hand hielten und umgekehrt. Der Moment
des Abschied nehmens war etwas ganz besonderes. Mir wurde kurz sogar
schwindelig............Das ist eine Chance eine neue Identität zu
entwickeln und das Loch der Leere zu füllen.