Wenn die Trauer übermächtig ist

BECHERBACH---SCHMIDTHACHENBACH






Hilfe

 
 
 
 
 
 


Täglich passiert es, dass in einer Familie ein Sterbefall eintritt.
Danach folgt die Ohnmacht und der Schmerz der Trauer. Wie wird man damit fertig? Ein Patentrezept gibt es nicht.
was tun, wenn in diesen  Supergau der Gefühle die Trauer so übermächtig wird und meinen nirgendwo Hilfe findet, oder einen Menschen mit dem man die Trauer besprechen kann.

Die beiden evangelischen Pfarrer Thomas Lehr (Schmidthachenbach) und Horst Grothe die täglich mit Trauernden zu tun haben und die Angst und Sorgen der Menschen kennen, hatten die Idee  Trauergruppen über  Kirchenkreisgrenzen
Trauergruppen ins Leben zu rufen.

Thomas Lehr arbeitet auch als Polizei- und Notfallseelsorger. Bei einem Einsatz lernten sich Thomas Lehr und Horst Grothe kennen. Ein Unfallopfer das tödlich verletzt war lebte in Eberbach und auch dessen Familie. Die beiden Pfarrer betreuten anschließend die Familie und auch den Verursacher des Unfalls. Mit Rat und Hilfe für die Seele wurde die Situation für die Betroffenen ein wenig verbessert.

Thomas Lehr: Bereits seit neun Monaten trifft sich die Selbsthilfegruppe für Unfallverursacher im Pfarrsaal von Schmidthachenbach. Gemeinsam werden Wege der Bewältigung gesucht, denn jenseits der juristischen Schuld quält die Frage: Wie soll ich damit leben?"

So verschiedenen die Menschen sind, so verschiedenen und individuelle erleben sie auch die Trauer. Die Frage nach der eigenen Schuld oder auch Lethargie, sind ein Zeichen der Trauer. Dazu kommen noch Aggression und Wut und oft bricht das soziale System zusammen. Eine weitere schlimmere Situation kommt oft noch dazu: Bekannte, Freunde und auch auf die Nachbarn sie in sich zurück.

Das die beiden Theologen verschiedene Trauergruppen anbieten hat folgende Gründe. Menschen die einen Angehörigen durch ein Verbrechen oder Unfall verloren haben, stellen sich die Frage nach dem Sinn des Lebens anders meint Thomas Lehr. Horst Grothe: " Ihre Wut über diesen sinnlosen Tod bedarf einer anderen Abarbeitung. "

Die zweite Gruppe die angebotenen werden soll, betrifft die Angehörigen, bei denen die Personen eines natürlichen Todes gestorben sind. Frauen hatten dazu die Anregung gegeben deren Partner verstorben ist.

Thomas Lehr: "Es ist oft zu beobachten, dass Witwen in den ersten Monaten stark und gefasst wirken. Doch es kann passieren, dass sie erst nach Jahren in ein schwarzes Loch aus Einsamkeit und Resignation fallen. Deshalb sind Gespräche so wichtig." mit ihrem Angebot wollen die beiden Pfarrer es möglich machen, dass Betroffene nicht alleine bleiben und in der Gemeinschaft Trost und Hilfe bekommen



Kontakt: Pfarramt Becherbach, Tel. 0 67 57/218, Pfarramt Schmidthachenbach, Tel. 0 67 57/380.



 

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